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Horror am Wasser



Ich weiß, dass einige Karpfenangler, die diesen Bericht jetzt lesen werde sich sagen, dass habe ich auch schon erlebt und es war die schlimmste Zeit meines Lebens. Ich nehme es gleich vorweg, den letzten Karpfen hatte ich Mitte 2009. Heute haben wir Dezember 2010 und ich haben in der Zeit dazwischen keinen Karpfen gefangen. Ich bin in keinem Verein muss ich dazu sagen und ich bin viel gereist, was die Gewässer betrifft. Ich war viel am Rhein und anderen Seen angeln.




Oft habe ich mich gefragt, hat das alles hier noch einen Sinn. Meine Teamkollegen haben sich auch schon gefragt was ich da eigentlich mache. Es wollte einfach nicht klappen. Ich kann mit Sicherheit sagen, ich hatte noch nie in meinem Leben so ein Pech. Bis her hatte ich immer gute Erfolge und konnte mich nicht beschweren aber so was lässt eine an sich selbst zweifeln. Man kennt dass sicher, die Köder die Fische gebracht haben fingen auf einmal nicht mehr und neue Methoden erbrachten auch nicht den ersehnten Erfolg. Ich habe mir immer gesagt, komm schon, nur eine Karpfen. Und sei es nur der Kleinste. Aber die Bisse blieben aus. 


Also was macht man in dieser Situation. Alles bei ebay verkaufen und nie wieder ans Angeln denken. Natürlich nicht! Einige haben es doch getan. Man  verliert das komplette Vertrauen in sich selbst und in sein Tackle. Am Ende muss man sich entscheiden, weiter machen oder aufhören.


Ich mache auf jeden Fall weiter, denn ich habe zwei ganz wichtige Dinge. Freunde die die selbe Leidenschaft teilen und einen unbeschreiblich großen Dickkopf. Das Karpfenangeln ist ein Teil meines Lebens seit vielen Jahren. Und Geduld zahlt sich an Ende immer aus.


So habe ich zwar das schlechteste Jahr gehabt aber am Ende doch noch meinen Himmel gefunden. Eine großen See mit gutem Bestand. Die Fische sind zwar sehr schlau, da die meisten Angler keine Anfänger mehr bei weitem sind aber dafür ist es noch richtiges Angeln. Man muss sich die Fisch schon verdienen. Diesen See werden ich in 2011 ab dem frühen Frühling befischen, da ich dieses Jahr viel Zeit damit verbracht habe den See genauestens kennen zu lernen.


Ich möchte Allen, denen es genau so ergeht wie mir sagen, hört nicht auf und macht weiter. Nutzt die Zeit um neue Gewässer zu erkunden und fokussiert Euch auf eines. Der erste Run wartet ganz bestimmt schon.



Stefan Kmetsch, Karpfengraete der Duisburger Graeten.